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Galanter Roman
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Die BegriffsfĂŒgung galanter Roman geht zum einen auf Sprachgebrauch des spĂ€ten 17. und frĂŒhen 18. Jahrhunderts zurĂŒck. Man bezeichnete in Westeuropa Romane als galant, die einen bestimmten Publikumsanspruch zeigten (die âgalante Weltâ adressierten), âgalanteâ Interaktionen boten (vorzugsweise âLiebes-Intriguenâ) oder aber in einem âgalanten Stilâ geschrieben waren. Mitunter wurde Erotische Literatur als Periphrase âgalantâ euphemistisch umschrieben, da Erotik im galanten Roman gern thematisiert wurde.cite-ref-1[1] Das Etikett der Galanterie blieb in all diesen Punkten Geschmacksurteilen vorbehalten, die Gesichtspunkte Inhalt, Stil, Umgang mit dem Publikum, bildeten einen engen Zusammenhang.
Eine Neuausrichtung erfuhr die Diskussion um den galanten Roman in der Literaturwissenschaft des 20. Jahrhunderts insbesondere in der Romanistik und der Germanistik. Das hat vor allem damit zu tun, dass eine Diskussion galanter Romane im 17. und 18. Jahrhundert vor allem in Deutschland im Blick auf den französischen Roman und französische Moden stattfand. Die Hauptfragen waren hier, ob der galante Roman ein eigener epochaler Typus ist und wie er sich in diesem Fall gegenĂŒber dem Barockroman und dem Roman der AufklĂ€rung verortete.
Contents
âą Galanter Stil
âą Weblinks
âą Siehe auch
âą FuĂnoten
âą Literatur
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Forschungspositionen
StÀrker als die germanistische Diskussion blieb die romanistische einer Variante des höfisch-heroischen Barockromans gewidmet, wie er Mitte des 17. Jahrhunderts von Autoren wie Madeleine de Scudéry verfasst wurde.
Die germanistische Forschung entwickelte sich aus der Beobachtung heraus, dass eine Diskussion galanter Romane in Deutschland erst in den 1680er Jahren einsetzt. Die grundlegende Frage war hier, warum es zu dieser â epochalen? â Verzögerung kam. Die Forschung widmete sich ihr unter verschiedenen Perspektiven, denen gemeinsam war, dass sie von einer ProduktionslĂŒcke zwischen 1680 und 1730 ausgingen. Konzentrierten sich die Untersuchungen bis in die 1930er Jahre auf die Romane August Bohses alias Talanders,cite-ref-2[2] mit denen die Diskussion galanter Romane in den 1680er Jahren aufkam, so fand hier in den letzten Jahrzehnten eine Schwerpunktverlagerung statt. Sie geht vor allem auf die Arbeiten Herbert Singers zurĂŒck, die zu Beginn der 1960er Jahre den Blick auf den mutmaĂlichen Epochenhöhepunkt legten. Erst mit Christian Friedrich Hunolds Adalie (1702) habe, so Singer, der galante Roman seine mustergĂŒltige AusprĂ€gung gefunden. Der Konstruktionstyp, den Singer herausarbeitete,cite-ref-3[3] stand, so die abschlieĂende Interpretation, Ă€hnlich zwischen Barock und AufklĂ€rung wie es das frĂŒhe Rokoko in der Kunstgeschichte tut. Vom âKomödienroman des Rokokoâ sprach Singer, von einer Schwundform des heroischen Barockromans französischer PrĂ€gung, die keinen Ăbergang in den Roman der AufklĂ€rung aufwies, der am Ende in den 1740er Jahren mit Samuel Richardsons Pamela von Deutschen Autoren ĂŒbernommen wurde.
Die Epochenlokalisierung wurde 1983 von Rolf Grimminger in Hansers Sozialgeschichte der Deutschen Literaturcite-ref-4[4] nach folgend von John A. McCarthy (1985)cite-ref-5[5] und Bernhard Fischer (1989)cite-ref-6[6] im Ansatz hinterfragt. Legte man die Kriterien anders, als Singer es getan hatte, lieĂen sich eigene Aspekte aufweisen, die in die AufklĂ€rung fĂŒhrten.
Die Forschung, die sich seit 2001 dem galanten Roman zuwandte, stellte die vorangegangene Suche nach dem typischen galanten Roman und seiner epoachalen Konstruktion in Frage. Die Arbeiten von Olaf Simons argumentierten mit dem europĂ€ischen Buchmarkt.cite-ref-7[7] Die Frage war hier, warum zum Teil dieselben Romane, die im Englischen als ânovelsâ gegenĂŒber âromancesâ diskutiert wurden, in Deutschland mit einer Mode des Galanten in Verbindung gebracht wurden; der Diskussion des Galanten wies das eigenen Stellenwert gegenĂŒber den Texten zu, anhand derer man diskutierte. Die Arbeiten Florian Gelzers galten dezidierter den QualitĂ€ten des Galanten, die sich in Titeln sehr unterschiedlicher Genres und ErzĂ€hlmuster aufweisen lassen. Gelzer weitete hier den Zeitraum bis zu Christoph Martin Wieland aus.cite-ref-8[8]
Die UntersuchungsbĂ€nde, die 2001cite-ref-9[9] und 2004cite-ref-10[10] die Frage nach der germanistischen Epochendefinition fĂŒr die Phase 1680 und 1730 neu aufwarfen, gingen auf den galanten Roman nur am Rande ein, widmeten sich jedoch zentral der Formulierung von Theorien des Epochenwechsels, unter denen galante Roman zwischen Barock und AufklĂ€rung auf UmbrĂŒche, gleitende ĂbergĂ€ngecite-ref-11[11] oder eine spezifische Orientierungslosigkeit hin zu untersuchen wĂ€ren.
Definitionsaspekte des 17. und 18. Jahrhunderts
Unter galanten Romanen versteht man bis in das frĂŒhe 18. Jahrhundert hinein weder Romane eines bestimmten Gattungstypus noch den Roman der gegenwĂ€rtigen âgalantenâ Epoche. Es gibt zwar ein Bewusstsein dafĂŒr, dass das Galante in Mode ist. Historische Selbstverortungen geschehen jedoch im bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts im Blick auf das zu benennende Jahrhundert oder âSĂ€kulumâ sowie im intellektuellen Schlagabtausch im Blick auf die Querelle des Anciens et des Modernes. Man sieht sich hier gegenĂŒber dem Mittelalter und der Antike in der Moderne verortet.
Die Einstufung von Romanen als âgalantâ geschieht im spĂ€ten 17. und frĂŒhen 18. Jahrhundert in vor allem im Rahmen von Geschmacksurteilen. Es auf der anderen Seite im Deutschen bis in das frĂŒhe 18. Jahrhundert hinein nicht minder möglich, den Roman insgesamt zu den galanten Schriften zu rechnen. Die Abgrenzung geschieht hier gegenĂŒber wissenschaftlicher, religiöser Publizistik auf der einen Seite und gegenĂŒber ungebildeter LektĂŒre auf der anderen. Im Französischen spricht man von den âbelles lettresâ als dem gröĂeren Textbereich aller eleganten modischen Schriften. Im Deutschen ist âgalante Wissenschafftenâ bis in die 1720er die Ăbersetzung fĂŒr âbelles lettresâ. Im Englischen spricht man von âpolite literatureâ und schafft innerhalb dieses Bereichs einen besonderen der âWriters of Gallantryâ, zu denen Romanautoren gehören. Das Vorhandensein von Liebesgeschichten ist hier das entscheidende Definitionskriterium.
Das Geschmacksurteil âgalantâ erfasst eine Vielzahl von Aspekten: Sujet, Interaktion mit dem Publikum, Stil, die einander bei nĂ€herem Blick erfordern.
Mit dem Urteil âgalantâ geht es in jedem Fall primĂ€r um den Effekt des Textes, um die Annehmlichkeit, die er in den Augen des Betrachters erreicht und um eine spezifische Unverfrorenheit der mutigen, galanten Interaktion, die galante Verfasser gegenĂŒber dem Publikum an den Tag legen. Die Urteilsstrukturen weichen an dieser Stelle zum Teil erheblich von den germanistischen ab, die im 20. Jahrhundert eine Gattungstypologie des galanten Romans aufzumachen suchten.
Sujets und Genres des galanten Romans
Die meisten Romane, die im 17. und 18. Jahrhundert als âgalanteâ ausgewiesen werden, bieten Liebesgeschichten. Im Einzelfall kann jedoch eine Karriere als Spieler oder Soldat ein ebenso galantes Sujet sein. Entscheidend ist die Distanz gegenĂŒber dem dargebotenen Leben. Der galante Held muss sich als âmunterer Kopfâ auszeichnen, einen âaufgerĂ€umten Humeurâ zeigen, letztlich unberĂŒhrt bleiben von Katastrophen. Er kann sich selbst dem Spott aussetzen wie satirische (pikareske) Helden, muss dann aber nach dem berichteten Missgeschick Leichtfertigkeit und SouverĂ€nitĂ€t im Blick auf das eigene Leben zurĂŒckgewinnen. Man lacht gemeinsam mit dem galanten Helden aus dem Abstand heraus, nicht ĂŒber ihn als Menschen, der seine eigene Situation nicht relativieren kann. Sujet und Conduite hĂ€ngen an dieser Stelle eng zusammen. Robinson Crusoe (1719) lieĂ sich unter diesen PrĂ€missen nicht als galanter Roman wahrnehmen, da dem Helden SpaĂ an der Gesellschaft wie humorvolle Distanz gegenĂŒber sich selbst abgehen. Die eigene Leidensgeschichte gewinnt fĂŒr Crusoe Aspekte der qualvollen, selbstquĂ€lerischen religiösen Selbsterforschung â eine Option jenseits allen galanten Umgangs mit dem Publikum und dem Leben. Galante Romane finden sich darum nicht in allen Genres des Marktes. Sie sind dort selten, wo Helden Bildung und Training der eigenen Conduite nicht gewinnen können.
Heroisch galante Romane
Die ersten Zuweisungen des Wortes âgalantâ finden sich im 17. Jahrhundert im Blick auf die heroischen Romane gemacht, die dem AmadĂs in kritischere Distanz folgen. Galant ist hier die Konzentration auf einen Haupthelden hohen Standes und dessen Liebe sowie seinen heroischen Umgang mit Schwierigkeiten. Bereits der AmadĂs bot einen Schwerpunkt auf Liebesdialoge, mit denen er sich vom Ritterroman des Mittelalters abgrenztete. Das Angebot galanter Dialoge, die Integration galanter Briefe und Complimente wird ein wesentliches Kriterium âgalanterâ Romane Mitte des 17. Jahrhunderts.
Die Romane, die das Wort im Lauf des 17. Jahrhunderts zunehmend anerkennend auf sich ziehen, stammen aus Frankreich und betonen die Conduite, den höflichen Umgang zwischen den Geschlechtern. Gestalterische FreirĂ€ume bieten hier besonders die die Verlagerungen der Handlungen vom Mittelalter in die Antike und in asiatische Reiche (siehe das eigene Stichwort Asiatischer Roman). Mit den Verlagerungen geht eine Verweigerung des groĂartigen Heldentum schlagkrĂ€ftiger Ritter einher. Die Helden der antikisierenden heroischen Romane folgen eher Mustern griechischer und römischer Geschichtsschreibung. Die geographischen und historischen Distanzierungen werden zudem regelmĂ€Ăig durch ein neues Spiel mit der Gegenwart aufgewogen. Die galantesten Autoren schreiben SchlĂŒsselromane auf der Folie griechischer und römischer Historiker und spielen dabei aktuelle Geschichten ein.
Rezeptionsanweisungen in HandbĂŒchern galanter Conduite ermahnen die Leser dazu, die Dialoge dieser Romane zu exzerpieren, ihre Reflexionen politischer Maximen zu beachten, von ihnen Charakteranalysen zu lernen.
SkandaltrÀchtige moderne galante Romane
Hat sich bereits mit den heroisch galanten Romanen ein eigener potentiell skandalöser Umgang mit Ăffentlichkeit herausgebildet, so zeigt sich dieser offener im Feld politischer Memoires und Briefsammlungen, die in der zweiten HĂ€lfte des 17. Jahrhunderts vor allem von französischen Autoren auf den internationalen Markt gebracht werden â der der französischen Zensur entzogene Markt der Niederlande gewinnt hier zunehmend Gewicht. Die romanhaftere Produktion steht dabei Memoires und journalistischen Arbeiten zur Seite, die nur vorĂŒbergehend skandalöse Geschichten einstreuen, wie man sie ob der Exempel lesen soll, nicht ob des skandalösen Umstands, dass wahr sein soll, was hier berichtet wird.
Die Helden der romanhafteren Historien können als Ich-ErzĂ€hler auf Abenteuer ihres eigenen politischen oder militĂ€rischen Lebens zurĂŒckblicken und dabei spielerisch mit dem Stil guter Romane umgehen. Persiflagen auf den galanten heroischen Roman erlauben Ende des 17. Jahrhunderts eine neue Produktion galanter Conduite. Typisch sind hier Titel wie der anonyme La Guerre D'Espagne (Cologne: Pierre Marteau, 1707), dessen Autor berichtet, wie er als Agent des französischen Königs Einblicke in die politischen und militĂ€rischen Ereignisse der letzten drei Jahrzehnte gewann. Politische Historie und private LiebesaffĂ€ren werden im autobiographischen Bericht durchgehend vermischt. Ein ganzer Komplex von Aspekten ist dabei galant ausgearbeitet. Der Held geht nonchalant mit seinem Publikum um: Es kann nicht entscheiden, ob er die Wahrheit spricht, doch können Leser, die mit mehr Lebenserfahrung und Haltung mit ihm teilen, ermessen, dass mehr wahr ist, als man gemeinhin denkt und erfĂ€hrt â um das Urteil der Leser ist der galante Held nur bedingt besorgt, Leser mit Geschmack weiĂ er im Vorhinein schon auf seiner Seite. In den Liebesgeschichten geht der galante Held keine weiteren Bindungen ein. Die Frauen, die mit ihm umgehen, spielen mit ihm und suchen keine tragischen AffĂ€ren. Er begegnet ihnen im fortwĂ€hrenden Scherz und von Gleichauf. In der Politik wie im Privaten genieĂt er Momente des geschickten Betrugs. Wo die Presse groĂen Kriegshelden galante Conduite bescheinigt, sieht er klarer das Spiel der Propaganda mit der Ăffentlichkeit zu Tage treten als immenser, doch bewundernswert gut gemachter Betrug â ein leiden unter der Situation ist auch hier nicht die Konsequenz. Galanterie entwickelt sich mit der Freiheit im eigenen Denken und Handeln, mit dem âmunteren Humeurâ und dem âaufgerĂ€umten Kopfâ der sich selbst mal um Mal geschickt rettet. Symptomatisch ist das PortrĂ€t, das der Autor von sich im Buch gibt â nicht ĂŒber ein Frontispiz, sondern in âcurieuserâ Szene, in der er in einem Hotelbett schreibend versehentlich Teile seines Manuskripts in Brand setzt. (In der reich illustrierten deutschen Ausgabe gibt es hierzu den passenden Kupferstich.)
Memoirenhaften Romanen oder romanhaften Memoiren dieses Typs stehen Titel gegenĂŒber, die keine ErzĂ€hlung aufbieten, journalistisch in Sammlungen von Geschichten und Briefen voranschreiten. Bedeutende dem Roman nahestehende galante Titel verfassten hier Marie-Catherine dâAulnoy und Anne-Marguerite Petit DuNoyer. Von ihren BĂŒchern sind die noch deutlich galanten Romane Aphra Behns beeinflusst wie die Titel Delarivier Manleys, die Anfang des 18. Jahrhunderts schon vom Ton des galanten insbesondere weiblichen VerstĂ€ndnis fĂŒr SchwĂ€chen, insbesondere mĂ€nnlicher Politiker abrĂŒcken und bĂŒrgerliche Verantwortung einfordern.
Galant ist an all den hier zusammenzufassenden Titeln der skandalöse Blick auf LiebesaffĂ€ren politisch hochrangiger Protagonisten des öffentlichen Lebens. Galant ist hier zweitens die GroĂzĂŒgigkeit der Autorinnen, die mit ausgewiesenem VerstĂ€ndnis ĂŒber alle Schwachheiten ihrer Helden berichten â im Blick auf Leser, die ebenso galant urteilen sollen (aber vermutlich nicht urteilen werden). Galant ist hier drittens der Umgang mit der Ăffentlichkeit: Die Verfasserinnen erzĂ€hlen ostentativ nicht am Skandal interessiert, sie tauschen alle Namen aus, wollen niemandem schaden, hoffen allenfalls auf Leser, die ebenso wenig wie sie selbst am Skandal interessiert sind, allein die Exempel goutieren. Hier wird eine Schablone galanter GroĂzĂŒgigkeit genutzt, um genau die ausgewiesenen Skandale herzustellen. Galant ist an diesen BĂŒchern viertens, dass sie vor allem von Frauen geschrieben werden, denen mĂ€nnliche Stimmen desselben Marktes mit galanter Hochachtung begegnen.
Von den galanten BĂŒchern öffentlicher Historie, spaltet sich zu Beginn des 18. Jahrhunderts eine privatere Produktion ab, die ĂŒberall dort aufkommt wo modische Verfasser unter den ĂŒblichen galanten Pseudonymen geschĂŒtzt publizieren können. Die GroĂstĂ€dte London, Hamburg, Amsterdam und Paris bieten hier Schutz der AnonymitĂ€t. In den deutschen UniversitĂ€tsstĂ€dten kommt eine Ă€hnliche AnonymitĂ€t fĂŒr studentische Autoren zustande, die diese fĂŒr eine eigene Produktion von Studentenromanen nutzen. Sie sind ein direktes Pendant der kleinen privaten Romane, die in London zur selben zeit von anonymen weiblichen Stimmen vorgelegt werden.
Die Produktion skandalöser galanter Romane gerĂ€t im Lauf des 18. Jahrhunderts unter Beschuss der neuen bĂŒrgerlichen Journale. Das Galante wird im selben Moment, indem tugendhafte GegenentwĂŒrfe wie Pamela or Virtue Rewarded (1740) aufkommen, in einen eigenen Markt der Pornographie und der libertinistischen Autobiographie abgedrĂ€ngt. Die Memoires Giacomo Casanovas Histoire de ma vie weisen zum Ende des 18. Jahrhunderts noch wesentliche QualitĂ€ten galanter Romane des frĂŒhen 18. Jahrhunderts auf. Auf dem Markt der Trivialliteratur lebt der galante Roman mit Genres wie demjenigen der James-Bond-Romane und Filme fort, die noch bis ins frĂŒhe 21. Jahrhundert hinein auf typische Art souverĂ€n gehandhabte Liebesgeschichten ohne tiefere Verantwortungsaspekte mit politischen Missionen verquickten.
Romane starker Frauen
Im gröĂeren Ăberblick ĂŒber die Produktion galanter Romane fĂ€llt eine eigene Behandlung weiblicher Protagonisten auf. Sie hat nur zum Teil damit zu tun, dass hier Autorinnen den Ton angaben. Die fĂŒr galante Romane typischen Heldinnen finden sich bei mĂ€nnlichen wie bei weiblichen Verfassern. Bemerkenswert sind hier Frauen, die in MĂ€nnerkleider schlĂŒpfen und als MĂ€nner agieren â um ihre Leben zu verteidigen, gestorbene Liebhaber zu rĂ€chen, AnschlĂ€gen von Feinden zu entkommen. Hinzu kommen Frauen, die als solche erkennbar bleiben, doch bei Bedarf auch MĂ€nner töten â etwa als EntfĂŒhrungsopfer, kaltblĂŒtig und ohne Zeichen ihnen zugeschriebener weiblicher Empfindsamkeit.
Sieht man diese Romane als Teil eines galanten Umgangs mit dem weiblichen Publikum, so erlauben sie diesem Identifikationen mit Frauen, die MĂ€nnern gĂ€nzlich ebenbĂŒrtig begegnen. Sieht man es marktspezifischer, so werden hier Leserinnen mit eskapistischen Rollenwechseln bedient. Die Reform des Romanmarkts, die in den 1740ern einsetzt, schafft hier gezielt âempfindsameâ, leidende, schwache Heldinnen als Gegenmodelle.
Galante Kompositionen
Arbeiten des 20. Jahrhunderts versuchten dem galanten Roman ein eigenes Kompositionsmuster zuzuweisen, mit dem er sich gegenĂŒber dem Roman des Barock und dem der AufklĂ€rung abgrenzen lieĂe. Die zentrale Arbeit dieser Forschungslinie verfasste 1963 Herbert Singer. Folgte man ihr, wurde fĂŒr den galanten Roman am Ende Christian Friedrich Hunolds LiebenswĂŒrdige Adalie (1702) typisch â ein Roman, der dem Konstruktionsschema des heroischen Barock verpflichtet blieb und mit diesem auf den spĂ€tantiken Roman Heliodors zurĂŒckging.
Die Forschung der letzten dreiĂig Jahre verwies demgegenĂŒber auf die Vielfalt von Titeln, die im 17. und 18. Jahrhundert als âgalantâ beurteilt wurden, und die sich zum groĂen Teil gerade vom Konstruktionsschema des heroischen GroĂromans distanzierten. Als Galant wurde im 17. und frĂŒhen 18. Jahrhundert wiederholt der freie Umgang mit dem Roman als Gattung beurteilt, die Orientierung an der Novelle, die Integration von einzelnen Geschichten statt von Abenteuerhandlungen, das Spiel mit IntrigenverlĂ€ufen, der Einschluss von Briefen, Liedern, Operntexten, die Auflockerung des Textes durch Maximen. Die Diskussion um den galanten Roman berĂŒhrt sich hier mit der zeitgleichen englischen und französischen WĂŒrdigung der ânovelâ, der âpetit histoireâ als Gattungsalternative wie mit der Entdeckung der Geschichten aus Tausendundeiner Nacht als erster groĂer auĂereuropĂ€ischer Geschichtensammlung.
Galanter Stil
Der galante Stil ist zwischen den 1640ern und den 1730ern erwartbar instabil. Gleich bleibt jedoch die Richtung. Bombast wird durchgĂ€ngig negativ beurteilt. Begriffe wie Esprit und Charme verweisen auf einen Ăbergang von Idealen italienischer rhetorisch aufgebauschter Epik zu Idealen französischer Prosa. Der Modenwechsel wird mit dem Aufkommen französischer Fremdwörter in deutschen Texten greifbar. In der deutschen Fraktur werden französische Wortbestandteile in Antiqua gesetzt. Speziell bei der Verwendung sprachlicher Bildern gibt es einen Stilwandel um 1700, der im Deutschen noch Ă€ltere Autoren wie August Bohse alias Talander im frĂŒhen 18. Jahrhundert unmodern werden lĂ€sst. Die Regeln, die Benjamin Neukirch der Galanterie in Briefen setzt, tauchen in den Romanen von Selamintes und seinen Zeitgenossen wieder auf, wenn es Autoren des Ă€lteren galanten Stils anzugreifen gilt:
I MuĂ man ersnthaffte dinge schertzend, und schertzhaffte ernstlich zu sagen wissen. [âŠ] IV. MuĂ man oratorische und insonderheit hyperbolische redens-arten meiden: wenn man sie aber brauchet, so muĂ man sie entweder durch gewisse wörter, oder durch einen eingeworffenen schertz mĂ€Ăigen. V. MuĂ man nicht auf prĂ€chtige amplificationes und worte sinnnen, sondern so schreiben wie kluge und galante Leute zu reden pflegen. Die galanterie bestehet in lauter schertze, der schertz in einer mĂ€Ăigen freyheit: Die freyheit aber bindet sich nicht an worte [âŠ] VI. MuĂ man endlich alles in diesem stylo meiden, was entweder nach kunst oder regeln schmecket. Denn so bald man mercket, dass der schreiber darauf studiret; so ist der stylus nicht mehr galant: und da die nachlĂ€Ăigkeit in andern dingen ein fehler ist, so wird sie allhier zur tugend.cite-ref-12[12]
Die gewĂŒnschte Freiheit besteht bei den nĂ€heren Anweisungen nicht im Zwang zum fortlaufenden Bruch mit Regeln â sie besteht im zwanglosen mit Leichtigkeit gehandhabten Umgang mit Regeln. Galante Autoren agieren Stilsicher im Umgang mit hohen Lesern, die sie in WĂŒrdigungen ansprechen, wie im Umgang mit Gegnern, die sie mit Conduite des Duells in Vorreden ansprechen können: Der galante Autor bezeigt Freiheit gegenĂŒber der weiteren Reaktion auf seine Publikation, man gibt sich nonchalant gegenĂŒber den Lesern, fĂŒr die man schreibt, weist Verantwortung von sich, entzieht sich jedweder Kritik durch Verweis auf die geringe Zeit, die man mit dem Werk verwendet haben will.
Die Stilsetzungen begĂŒnstigten in ihren Verweisen auf die Freiheit der gesprochenen gegenĂŒber der geschriebenen Sprache die Novellistik, die Traditionen mĂŒndlicher ErzĂ€hlkunst. Eine eigene distanzierte Schreibweise greift mit den 1670ern im skandalösen Roman um sich. Hier entwickelt sich ein spezieller Ton der indiskreten Insinuation. Aus dem zeitlichen Abstand geurteilt hat er zuweilen etwas Gespreiztes, Gewundenes, Indirektes, Spielerisches und Unauthentisches. Es bleibt dem Leser ĂŒberlassen, zu glauben oder nicht zu glauben, der Autor referiert selbst mit Desinteresse und Skepsis.
Die âgalante Weltâ, Autoren, Publikum und spezielle Ăffentlichkeit
TitelblĂ€tter galanter Romane sprechen regelmĂ€Ăig die âgalante Weltâ als das Publikum an. Die âjunge Weltâ taucht im zweiten Jahrzehnt zuweilen als weniger skandalöse Alternative auf.
Vorreden und Widmungen sind der zentrale Ort, dieses Publikum herzustellen. Es ist in aller Regel jung und gemischten Geschlechts und erwartet eine potentiell skandalöse Interaktion zwischen den Autoren dieses Marktes.
Die Autoren schreiben zumeist unter Pseudonymen. Direkt galant sind im Englischen Etiketten weiblicher Verfasserschaft wie: âby one of the Fair Sexâ. Im französischen sind NamensabkĂŒrzungen im frĂŒhen 18. Jahrhundert galant, sie offenbaren, dass sich hier jemand definitiv der Nachfrage entzieht. Im deutschsprachigen Raum entwickeln sich galante Pseudonyme ab den 1680ern in ModeschĂŒben. Hier findet zuerst eine Distanzierung von den Anagrammen, von den bedeutungsschweren Pseudonymen wie von den satirischen Namen statt, die sich wie Jan Rebhu noch in den 1670ern selbst lĂ€cherlich machen. âGriechische Namenâ werden in den 1680er modern. August Bohse alias Talander setzt hier die Mode. Der neue Name wird aus Opern und spĂ€tantiken Romanen entlehnt und sollen allenfalls Bedeutungsnuancen enthalten. Menantes notierte nach der Wahl seines Pseudonyms, dass ihm zusagte, dass es keine weitere Bedeutung hatte â der Autor entzieht sich der Assoziation.
Namen dieser Stilrichtung sind der Reihe nach Menantes, Celander, Meletaon, Michael Erich Franck, Amaranthes, Selamintes und Adamantes. Ab etwa 1710 eröffnet hier eine Nebenlinie mit implizit skandalöser Ausrichtung, die im Verlauf neue Französische Namensverweigerungen zulĂ€sst. Namen sind hier Sarcander, LâIndifferent, Le Content. Hier zeigt sich auf dem englischen Markt parallel ein deutlicherer Schritt der namhaften Autorinnen, IdentitĂ€t gerade zu riskieren, bĂŒrgerlichen Ruhm zu suchen. Aus âAstreaâ wird noch in den 1690ern Aphra Behn. Delarivier Manley verwandelt sich auf den TitelblĂ€ttern ihrer Atalantis von der anonymen Ăbersetzerin zur bĂŒrgerlichen Autorin âMrs. Manleyâ. Eliza Haywood 1719/1720 reklamiert gleich ihren Erstling Love in Excess mit dem bĂŒrgerlichen Namen als Werk einer namhaften Autorin. Englische Pseudonyme folgen in den 1720ern dem Trend mit fiktiven bĂŒrgerlichen Namen, die wie Robinson Crusoe, Richard Falconer, und Duncan Campbell â Verantwortung wird hier imitiert, Galante Freiheit oberflĂ€chlich minimiert.
Die Ăffentlichkeit des galanten Romans bleibt diffus und unklar. Galante Romane werden nicht rezensiert. Sie provozieren Reaktionen vor allem auf dem Gebiet des galanten Romans. Sie unterhalten, sie setzen Moden; Informationen, die sie ausstreuen, schaffen jedoch fortwĂ€hrend nur offene Geheimnisse. Man gibt vor, wahre Geschichten zu publizieren, benennt Akteure jedoch mit gespielter Unsicherheit. Beliebt sind die Benennungen mit Anfangs- und Endbuchstaben: M-------gh fĂŒr Marlborough, oder Pseudonyme, die in SchlĂŒsseln entdeckt werden. Es beliebt der galanten Welt ĂŒberlassen zu entschlĂŒsseln, wer das wer sein sollte, die Verantwortung fĂŒr den Skandal wird nonchalant vom Autor, der auf seine eigene Freiheit bedacht ist, dem Publikum ĂŒberantwortet. Der Galante Roman schafft Ăffentlichkeit. Erst mit der sekundĂ€ren Ăffentlichkeit, die mit der modernen Literaturbesprechung Mitte des 18. Jahrhunderts aufkommt, wird jedoch der nĂ€chste Schritt erreicht: Sobald Romane rezensiert werden, können Kritiker beginnen, sich sowohl auf Romane beziehen, wie auf die öffentliche Reaktion auf sie, die mit den Rezensionen gegeben ist. Der galante Roman verabschiedet sich vom Markt als das Rezensionswesen aufkommt und diese neue Ăffentlichkeit kritische mit der Suche nach verantwortungsvollen Autoren herstellt.
Weblinks
⹠Beispiel eines historischen galanten Romans: Der verliebte und galante Student. 1750 (eingeschrÀnkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
Siehe auch
FuĂnoten
cite-note-11. â Katja Barthel: Gattung und Geschlecht. Walter de Gruyter GmbH & Co KG, 2016, ISBN 978-3-110-45988-3, S. 398 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-22. â Sie Ernst Schubert, August Bohse, genannt Talander. Ein Beitrag zur Geschichte der galanten Zeit in Deutschland, [=Breslauer BeitrĂ€ge zur Literaturgeschichte, 27] (Breslau, 1911), Hermann Tiemann: Die heroisch-galanten Romane August Bohses. Diss. Kiel 1932, Heinlein, Otto, August Bohse-Talander als Romanschriftsteller der galanten Zeit [Diss. Greifswald, 1939] (Bochum, 1939), Lieselotte Brögelmann, Studien zum ErzĂ€hlstil im âidealistischenâ Roman von 1643-1733 mit besonderer BerĂŒcksichtigung von August Bohse [Diss. masch.] (Greifswald, 1939) sowie nachgesetzt: Elizabeth Brewer: The Novel of Entertainment during the Gallant Era. A Study of the Novels of August Bohse. Bern: Lang 1983.
cite-note-33. â Siehe Singer, Herbert, Der galante Roman (Stuttgart, 1961) und sein Der deutsche Roman zwischen Barock und Rokoko (Köln / Graz, 1963) und ihm folgend Hans Wagener, Die Komposition der Romane Christian Friedrich Hunolds, [=University of California Publications in Modern Philology, 94] (Berkeley / Los Angeles, 1969) wie sein Vorwort zu C. F. Hunolds, Der EuropĂŠischen Höfe / Liebes- und Helden-Geschichte [Faks. Nachdr. d. Ausg. (1705)] (Bern / Frankfurt a. M. / Las Vegas, 1978).
cite-note-44. â Rolf Grimminger, âRomanâ, in: Rolf Grimminger (ed.), Hansers Sozialgeschichte der deutschen Literatur, 3 (MĂŒnchen, 1983), S. 635â715 â S. 655â64 zum galanten Roman.
cite-note-55. â John A. McCarthy, "The Gallant Novel and the German Enlightenment", DVjS 59 (1985), S. 47â78.
cite-note-66. â Bernhard Fischer, âEthos, Konvention und Individualisierung. Probleme des galanten Romans in Christian Friedrich Hunolds EuropĂ€ischen Höfen und im Satyrischen Romanâ, Deutsche Vierteljahrsschrift fĂŒr Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte, 63.1 (1989), p.64-97.
cite-note-77. â Olaf Simons, Marteaus Europa, oder, Der Roman, bevor er Literatur wurde: eine Untersuchung des Deutschen und Englischen Buchangebots der Jahre 1710 bis 1720 (Amsterdam: Rodopi, 2001) und âZum Korpus âgalanterâ Romane zwischen Bohse und Schnabel, Talander und Gisanderâ in Das Werk Johann Gottfried Schnabels und die Romane und Diskurse des frĂŒhen 18. Jahrhunderts, hrsg. v. GĂŒnter Dammann und Dirk Sangmeister (TĂŒbingen: Max Niemeyer, 2004), S. 1â34.
cite-note-88. â Florian Gelzer, Konversation, Galanterie und Abenteuer. Romaneskes ErzĂ€hlen zwischen Thomasius und Wieland (TĂŒbingen: Niemeyer, 2007).
cite-note-99. â Thomas Borgstedt / Andreas Solbach: Der galante Diskurs : Kommunikationsideal und Epochenschwelle (Dresden: Thelem, 2001).
cite-note-1010. â Sylvia Heudecker / Dirk Niefanger / Jörg Wesche: Kulturelle Orientierung um 1700 (TĂŒbingen: Niemeyer, 2004).
cite-note-1111. â Dirk Niefangers These eines âSfumatoâ wurde hier von Stephan Kraft in einer eigenen Arbeit zu Anton Ulrichs Romanen wieder aufgegriffen: Stephan Kraft: Geschlossenheit und Offenheit der âRömischen Octaviaâ von Herzog Anton Ulrich. Epistemata 483 (WĂŒrzburg, 2004).
cite-note-1212. â Benjamin Neukrirchs Anweisung zu Teutschen Briefen (Leipzig: Thomas Fritsch, 1721), wiedergegeben nach Der galante Stil: 1680-1730 hrsg. Von Conrad Widemann (TĂŒbingen, 1969), S. 42.
Literatur
⹠Herbert Singer, Der deutsche Roman zwischen Barock und Rokoko (Köln / Graz, 1963).
âą Wilhelm Vosskamp, Adelsprojektionen im galanten Roman bei Christian Friedrich Hunold. Zum Funktionswandel des âhohenâ Romans im Ăbergang vom 17. zum 18. Jahrhundert. In: Literaturwissenschaft und Sozialwissenschaft 11. Legitimationskrisen des deutschen Adels 1200â1900. Hg. v. Peter Uwe Hohendahl / Paul Michael LĂŒtzeler. Stuttgart 1979, S. 83â99.
âą Bernhard Fischer, Ethos, Konvention und Individualisierung. Probleme des galanten Romans in Chr. F. Hunolds EuropĂ€ischen Höfen und im Satyrischen Roman. In: DVjS 59 (1985), S. 64â97.
âą John A. McCarthy, The Gallant Novel and the German Enlightenment. In: DVjS 59 (1985), S. 47â78.
âą Friedmann Harzer, Heroisch-galanter Roman, Galanter Roman. In: Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft. Hg. v. Klaus Weimar et al. Band I, AâG. Berlin 1997, 41â42.
âą Olaf Simons, Marteaus Europa, oder, Der Roman, bevor er Literatur wurde: eine Untersuchung des Deutschen und Englischen Buchangebots der Jahre 1710 bis 1720 (Amsterdam: Rodopi, 2001). ISBN 90-420-1226-9
âą Olaf Simons, âZum Korpus âgalanterâ Romane zwischen Bohse und Schnabel, Talander und Gisanderâ in Das Werk Johann Gottfried Schnabels und die Romane und Diskurse des frĂŒhen 18. Jahrhunderts, hrsg. v. GĂŒnter Dammann und Dirk Sangmeister (TĂŒbingen: Max Niemeyer, 2004), S. 1â34.
âą Florian Gelzer, Konversation, Galanterie und Abenteuer. Romaneskes ErzĂ€hlen zwischen Thomasius und Wieland (TĂŒbingen: Niemeyer, 2007). ISBN 978-3-484-36625-1
âą Jörn Steigerwald, Höfliches Lachen. Zur distinguierenden Komik der höfischen Gesellschaft: Hunolds Satyrischer Roman. In: Lustige Körper â witzige Texte. Zur Anthropologie und MedialitĂ€t des Komischen im 17. Jahrhundert (1580â1730). Hg. v. Stefanie Arend, Thomas Borgstedt, Nicola Kaminski, Dirk Niefanger. Amsterdam 2008, S. 325â355.